Aufstiege

Der Hintergrund

Vom 16. September bis zum 9. Oktober 2016 fand das Lichtkunstfestival »Aufstiege« der KulturRegion Stuttgart in 25 Städten und Gemeinden statt. Nach Einbruch der Dunkelheit konnten die Besucher drei Wochen lang Installationen und Projektionen auf zahlreichen Treppen und Anstiegen entdecken.

Die Aufgabe

Für Kommunikationsmaßnahmen im Vorfeld und während des Festivals soll ein zentrales Titelsujet/Motiv entwickelt werden. Es dient der Vermittlung der Idee und der Wiedererkennung. Da großteils ortsspezifische Kunstwerke geschaffen werden und somit vorab kein Bildmaterial der Aufstiegs-Installationen vorhanden ist, muss das Thema in eine visuelle Sprache übersetzt werden. Das Titelsujet soll sich für analoge und digitale Anwendungen eignen. Eine vielseitige und flexible Verwendung mit konstanten und variablen Elementen muss gewährleistet sein. Das Sujet soll nicht nur kunstaffine Menschen sondern generell interessierte Bürger auf das Lichtkunstfestival „Aufstiege“ neugierig machen und dessen künstlerische Qualität vermitteln.

Das Ergebnis

Das Unsichtbare sichtbar machen. Licht fokusiert und verändert die Wahrnehmung. Durch die Inszenierung der Treppen wird sichtbar, was sonst im Dunkeln bleibt. Um das Spiel von Licht und Schatten sichtbar zu machen, wurde ein Tag- und ein Nachtmotiv gestaltet. Dies wird durch den Einsatz von phosphoreszierender Farbe erzielt. Die Nachtgestaltung legt sich somit bei Tageslicht unauffällig über die Tag-Gestaltung, und tritt erst in der Nacht in den Vordergrund.

Licht besteht aus Photonen, die sich wellenförmig bewegen. Diese können miteinander interferieren und somit Überlagerungserscheinungen bilden. Dieses Phänomen wurde in der Gestaltung aufgegriffen. Durch die Überlagerung entstehen aus ursprünglich einfachen geometrischen äußerst komplexe grafische Formen, die den Eindruck von Lichtstrahlen ergeben.

Um den Ortsbezug in die Gestaltung zu übersetzen, wird die Position der Kreisformen an die geografische Lage der Ausstellungsorte angepasst. Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet die Kulturregion Stuttgart. Diese wird durch die zentrierte Kreisform in der Gestaltung symbolisiert. Sie stellt somit die Basis dar, mit der die zweite Kreisform der weiteren Ausstellungsorte interferiert. Somit generiert sich das Interferenzmuster automatisch für jeden Ausstellungsort neu. Ein flächiger Kreis verbindet die Typografie mit der Verortung des Ausstellungsortes. Zur weiteren Individualisierung wurde ein Makroausschnitt des Interferenzmusters des jeweiligen Ausstellungsortes in den Hintergrund der Gestaltung gelegt.